Interview mit Svenja Weil

Zweite Vorsitzende des Betreibervereins der JOHANNA

Newsletter der Stiftung Hamburg Maritim, Frühjahr 2014

Frau Weil, wie sind Sie zu dem Verein gekommen?
Ich habe die JOHANNA 2007 beim Harburger Binnenhafenfest kennengelernt. Zwei Jahre vorher hatte ich auf einem anderen Schiff mit der Traditionssegelei angefangen und kam nun mit der JOHANNA-Crew ins Gespräch. Nachdem ich am ersten Tag der Veranstaltung an Bord »hängen geblieben« war, bin ich am zweiten Tag dann gezielt wiedergekommen und stand abends auf der Überführung nach Finkenwerder zum ersten Mal an der Pinne. Nach dem Wochenende war klar, dass ich dabei bleibe.

Was genau leisten die Ehrenamtlichen in Ihrem Verein?
Sie leisten sehr viel! Sie fahren und erhalten unsere schöne JOHANNA, dazu gehören sehr vielfältige Aufgaben. Im Frühjahr und Herbst gibt es jeweils mehrere Arbeitswochenenden, bei denen an Deck, an Rumpf und Maschine, im technischen Bereich und im Laderaum unterschiedlichste Arbeiten zu erledigen sind. Wenn wir zwischen Mai und Oktober fahren, ist neben allen seemänni-

schen Arbeiten wie Segelsetzen und Rudergehen die Betreuung unserer Gäste wichtig. Außerdem gibt es Ausbildungsangebote für die Crew, z.B. Manövertraining oder Erste-HilfeFortbildung.

Wie viele Mitglieder haben Sie, wann und wo kommen Sie zusammen?
Mittlerweile sind wir etwa 75 »Johannis«. Das Vereinsleben konzentriert sich überwiegend auf die Sommermonate und die Aktivitäten an Bord. Das ist natürlich nicht nur Arbeit, sondern es bleibt immer auch Zeit für einen Klönschnack an Deck, beim Grillen auf dem Ponton oder bei unserer Lieblingseisdiele in Finkenwerder. Aber auch in den Wintermonaten gibt es immer mal wieder Treffen.

Was war das schönste Vereinserlebnis bisher aus Ihrer Sicht?
Ich habe im Verein meinen Mann kennen gelernt und wir haben 2013 an Bord geheiratet.

Stand: 6. Okt. 2014

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